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Herausforderungen an die Unternehmensleitung

 

Nach dem Schweizerischen Obligationenrecht hat der Verwaltungsrat eines Unternehmens verschiedene „unübertragbare und unentziehbare“ Aufgaben, wie die Oberleitung der Gesellschaft, die Erteilung der nötigen Weisungen, die Festlegung der Organisation, die Ausgestaltung des Rechnungswesen …, die Ernennung und Abberufung der Geschäftsführung …, die Oberaufsicht … bezüglich Befolgung der Gesetzte …, Geschäftsbericht und Vorbereiten der Generalversammlung …, sowie Benachrichtigung des Richters im Falle der Überschuldung. Die Rechtsprechung konzentriert sich zu einseitig auf formell-organisatorische Aspekte und das Rechnungswesen (was ja im Wesentlichen eine Darstellung der Vergangenheit ist!). Aufgabenbereiche wie Risikomanagement und Strategieentwicklung fehlen.

In der digitalisierten Welt ist das völlig ungenügend. So sind heute praktisch alle Unternehmungen mehr oder weniger direkt von irgendwelchen Informatik-Systemen und –Anwendungen abhängig. Für viele kann ein Ausfall vitaler IT-Systeme innert weniger Tage den Untergang bedeuten. Die Digitalisierung wirkt sich aber auch auf das Umfeld aus, den Markt, die Konkurrenz und somit auf die langfristige Zukunft der Unternehmung. Unternehmer und Verwaltungsräte sind gut beraten, sich jetzt mit der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und nicht zuzuwarten bis der Gesetzgeber deren Bedeutung vielleicht eines Tages erkennt und (mehr oder weniger sinnvolle) gesetzliche Vorschriften macht.

Megatrends wie die Digitalisierung bringen sowohl Risiken wie auch Chancen. Für die Unternehmensleitung ergeben sich diese unterschiedlichen Aspekte, welche zu beachten sind:

  • Der defensive Aspekt - Risk Management
  • Der offensive Aspekt – Marktentwicklung, Geschäftsmodell und Firmenstrategie

Beide sind für die Existenz und die Zukunft eines Unternehmens von vitaler Bedeutung und müssen ebenso zu den „unübertragbaren und unentziehbaren“ Aufgaben der obersten Firmenleitung gehören.